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Prof. Dr. Gilbert Fridgen
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Wirtschaftsinformatik und Nachhaltiges IT-Management
Prof. Dr. Gilbert Fridgen is PayPal-FNR PEARL Chair in Digital Financial Services at the SnT, the Interdisciplinary Center for Security, Reliability and Trust at the University of Luxembourg.
As head of the Financial Services and Interorganizational Digital Transformations Research Group (FINATRAX), he analyzes the transformative effects of digital technologies on individual organizations as well on the relationship between organizations. He thereby especially addresses potentially disruptive technologies like Blockchain/DLT, Artificial Intelligence, Internet-of-Things, or Quantum Computing. His research involves innovative business models, regulatory compliance (RegTech), IT strategy and (risk) management, IT capabilities and performance, as well as the design of innovative solutions. In his projects and partnerships, he collaborates with various industries, like financial services (FinTech), energy, mobility, manufacturing, consulting, as well as with public bodies (LegalTech).
Prof. Fridgen frequently publishes in academic journals and conference proceedings in management, computer science, and engineering, as well in outlets at the intersection of these disciplines. He was nominated and received best paper awards at internationally recognized conferences. He edited conference proceedings of the most important German, European and International Conferences of Information Systems. He is an active reviewer for various academic journals.
He regularly speaks at business-related conferences and gives interviews to media outlets. He served as an expert for multiple governmental bodies, such as the German Bundestag and altogether 6 German Federal Ministries as well as for the European Commission with its European Blockchain Partnership and European Blockchain Services Infrastructure (EBSI) and in the Academic Advisory Board of the International Association for Trusted Blockchain Applications (INATBA).
Prof. Fridgen received his Diploma in Managerial Economics from the University of Augsburg in 2005, with majors in Financial Engineering, Information Systems, and Strategy & Organization. In parallel, he finished a Bachelor's degree in Computer Science and Electronic Commerce. He did his doctoral degree at the Research Center Finance & Information Management and finished in 2010. From 2011 to 2013 he was deputy Professor for Business Engineering, especially Finance, Operations & Information Management at the University of Augsburg.
From 2013 to 2019, he was appointed Associate Professor for Information Systems and Sustainable IT Management at the University of Bayreuth, Deputy Director of the Fraunhofer Project Group Business & Information Systems Engineering, and Deputy Director of the Research Center Finance & Information Management. Today, he is still Adjunct Professor with the Research Center Finance & Information Management and collaborates closely with the Fraunhofer Project Group Business & Information Systems Engineering.
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Wirtschaftsinformatik und Nachhaltiges IT-Management
In seiner Forschung beschäftigt sich Prof. Fridgen vorwiegend mit drei Schwerpunkten. Seit 2015 beschäftigt sich Prof. Fridgen mit der ökonomischen Anwendung der Blockchain-Technologie, ist mitverantwortlich für den Aufbau des Fraunhofer-Blockchain-Labors und Koautor erster Arbeitspapiere in diesem Bereich. Eine der Kerneigenschaften der Technologie, die weit über ihre bisher erfolgreichste Anwendung, den Bitcoin, hinausgeht, ist die manipulationssichere Speicherung von Informationen auf der Blockchain. Dies erlaubt beispielsweise transparente und nachvollziehbare organisationsübergreifende Geschäftsprozesse, was wiederum eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Prof. Fridgens Forschung leistet einen Beitrag dazu, die Blockchain systematisch und analytisch auf ihr heutiges und zukünftiges Potenzial für die Wirtschaft zu überprüfen. Um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, begann Prof. Fridgen im Rahmen seiner Habilitation mit der Entwicklung ökonomischer Modelle und Anreizsysteme im intelligenten Stromnetz. Hierbei konzentriert er sich besonders auf Demand Side Management, d.h. auf die dynamische Anpassung der Stromnachfrage an die zunehmend volatile Stromerzeugung. Durch seine interdisziplinäre Zusammenarbeit schlägt er dabei Brücken zwischen den Wirtschaftswissenschaften, der (Wirtschafts-)Informatik und dem Ingenieurwesen. Schon seit Beginn seiner Dissertation forscht Prof. Fridgen außerdem im Bereich der IT-Transformation. Dort beschäftigt sich z.B. mit der langfristigen Weiterentwicklung großer IT-Systeme, die auf Grund ihrer hohen Komplexität ebenso hohen Risiken ausgesetzt sind. Dazu entwickelt er in zahlreichen Publikationen innovative Methoden zur Analyse von IT-Portfolios, um auftretende Risiken basierend auf statistischen oder graphentheoretischen Methoden zu bewerten.
Gilbert Fridgen publizierte bereits eine Reihe von Beiträgen in namhaften Zeitschriften. Nach JOURQUAL3, dem in Deutschland am häufigsten verwendeten Ranking betriebswirtschaftlicher Zeitschriften, publiziert Prof. Fridgen regelmäßig Beiträge der Kategorie A. Mehrere seiner Arbeiten wurden im sogenannten „Senior Scholars‘ Basket of Journals“ veröffentlicht. Dieser beinhaltet die international acht angesehensten Zeitschriften der Information Systems Disziplin, der Schwesterdisziplin der Wirtschaftsinformatik. Prof. Fridgen wurde zudem mehrfach für Best Paper Awards wichtiger Konferenzen der Wirtschaftsinformatik nominiert. Er war im Programmkommitte der wichtigsten deutschen, europäischen und internationalen Konferenzen der Wirtschaftsinformatik und begutachtet regelmäßig Beiträge für diverse Zeitschriften, z.B. Business & Information Systems Engineering, Electronic Markets, IEEE Systems Journal oder Journal of Information Technology. Im Frühjahr 2013 war Prof. Fridgen für einen Forschungsaufenthalt am Terry College of Business der University of Georgia. Zudem pflegt einen regelmäßigen Austausch mit Kollegen der Erasmus-Universität Rotterdam.
Gilbert Fridgen konnte bereits Forschungsgelder in 7-stelliger Höhe aus europäischen, deutschen und bayerischen Förderprogrammen einwerben. Hervorzuheben ist hier insbesondere das Kopernikus-Projekt „SynErgie - Synchronisierte und energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung“. Dieses wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt 100 Millionen Euro über eine Laufzeit von 10 Jahren gefördert. Im Bereich der Grundlagenforschung erhielt er eine Sachbeihilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft für sein Projekt „Wertorientierte Steuerung von IT-Projekten“. In der direkten Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ist es ihm ferner gelungen, weitere Drittmittel zu einschlägigen Forschungsthemen einzuwerben, u.a. von Partnern wie Audi, Baur Versand, Hilti, McKinsey, Nord/LB oder dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Prof. Fridgen verfügt somit über langjährige Erfahrung im Management von Forschungsprojekten und in der Führung eines großen Mitarbeiterteams - von der Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Forschung.
Gilbert Fridgen ist Mitglied des Boards des Elitenetzwerk-Studiengangs Finanz- & Informationsmanagement, eines kooperativen Masterprogramms der Universitäten Augsburg und Bayreuth sowie der Technischen Universität München. Dieser Studiengang erhielt im Ranking des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) dreimal in Folge Spitzenbewertungen und zählt somit zu einem der besten Programme im Bereich der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland. Seit 2016 ist er Mitglied im Programmkomitee des E.ON Stipendienfonds im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Dieser fördert als gemeinnützige Stiftung den akademischen Austausch zwischen Deutschland und Norwegen, insbesondere im Themenfeld Energie. 2010 erhielt er den Kulturpreis Bayern.
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Professor
E-Mail: gilbert.fridgen@uni.lu